Ich fahre tatsächlich seit 1987 MTB
und träumte viel zu lange von einem Alpencross.

Anfang 2014 beschloss ich dann endlich:

Ich will eine Transalp fahren
bevor ich 50 werde.


Tja, wie ging's dann weiter?

Auf dieser Seite umreisse ich nur grob was seither passiert ist. Die Reiseberichte zu den Touren, nützliche Infos dazu, alles über meine bisherigen Bikes und die Geschichte zu "Transalp-Einsteiger" findet Ihr über die entsprechenden Menüpunkte.

Viel Spaß beim Lesen

Wie die meisten habe ich mich zuerst auf den Seiten der Veranstalter informiert, aber mir war dann relativ schnell klar, dass ich auf "eigene Faust" fahren will. Im Nachhinein kann ich sagen: meine Entscheidung war goldrichtig!

  • ich war megaflexibel unterwegs
  • ich konnte den geplanten Start um drei Tage nach hinten schieben und musste daher nicht im strömenden Regen starten.
  • der Alpencross kostete mich deutlich weniger, als erwartet
Buch Garmisch-Gardasee
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Garmisch-Gardasee

Nach einigem Suchen, hab ich mir das Buch vom ULP-Verlag gekauft und meinen Alpencross darauf aufgebaut. Das Konzept, dass es zu jeder Etappe eine Basisroute, aber auch Alternativrouten gibt, passte genau zu meinen Vorstellungen.

Ich hab mir dann eine „anständige“ Einsteigertour gebastelt und wusste, dass ich im Falle des Falles auf die Basisroute ausweichen kann. Natürlich habe ich mir auf Youtube auch sämtliche Filme zu dieser Strecke angesehen und bin die Tour mehrfach in Google Earth "abgeflogen".
Was das betrifft, war ich echt gut vorbereitet....

Die Ausrüstung:
Ein neues MTB hatte ich mir zwar im Sommer 2013 gekauft, aber meine Radklamotten waren uralt, mein Camelbak nur für Kurzstrecken tauglich, ich navigierte noch per Karte usw.
Da musste sich einiges ändern und es hat sich auch einiges geändert. Das alles findet Ihr aber unter dem Menüpunkt Nützliches

Die Zeit vor dem Alpencross..

Training:
mein Training für den ersten Alpencross war wirklich überschaubar. Ich fuhr, wie sonst auch, max. zweimal die Woche meine Hausrunden oder Touren im Umkreis. Selten waren da Strecken mit mehr als 50 km / 600 hm dabei.

Da es hier keine längeren Anstiege gibt, machte ich eine Tagestour am Tegernsee/Spitzingsee mit ca. 1.000 hm. So richtig gut ging's mir da nicht, aber ich wusste hinterher, ca. 1.000 hm schaffe ich.
An Pfingsten war ich in Limone und checkte Kraft/Kondition auf dem Anstieg zum Tremalzo. Von Limone aus dürften das ca. 1.900 hm sein, nach 1.700 hm musste ich abbrechen. Es gibt ein Selfie, das zeigt wie fertig ich war - den Anblick erspar ich Euch aber!

Vater-Sohn-Tour:
Bei meiner Planung war ich immer davon ausgegangen die Tour alleine fahren zu müssen. Irgendwann bot mir dann aber mein Sohn Michael (damals 16) an, mich auf der Tour zu begleiten. Daran hatte ich im Leben nicht gedacht, denn er hatte zwar ein MTB, aber das war nur Mittel zum Zweck. Er war definitiv kein biker, aber auf den folgenden Trainingsrunden zeigte sich, dass er als Fussballer über die nötige Kondition/Kraft verfügte.

Rücktransport:
Da ich mir wirklich nicht sicher war, ob wir den Alpencross schaffen, vereinbarten wir, dass meine Frau am 3. Tag der Tour an den Gardasee fährt. So hätten wir in Meran abbrechen können. Ich nehm's vorweg, dazu kam es gottseidank nicht!

Übernachtungen:
Die Übernachtungen haben wir erst wenige Tage vor der Tour reserviert, denn wir wollten ja möglichst flexibel bleiben.

Tja und dann war der ersehnte Tag endlich da - es konnte losgehen.

2014, MTB-Alpencross: Garmisch-Gardasee

am Fernpass
Am Fernpass

Im August starteten also Michael und ich zu unserem ersten Alpencross auf der Strecke Garmisch-Gardasee. Im Nachhinein kann ich sagen: "alles richtig gemacht".

Die Strecke war für den ersten Alpencross astrein. Nicht zu lasch, aber auch nicht zu extrem. Wir waren relativ wenig auf Straßen unterwegs und die Trails waren allesamt nicht anspruchsvoll, sondern flowig.

Natürlich hatten wir mit den Höhenmetern und auch den vielen Stunden auf dem Bike zu kämpfen. Aber das war ok, denn ein Alpencross soll bzw. darf einem ja auch was abverlangen.

Alles weitere lest Ihr im Reisebericht 2014, Garmisch-Riva.

2015, MTB-Alpencross: Garmisch-Gardasee

Aussicht beim Seebua
Aussicht beim "Seebua"

Wir waren uns relativ früh einig, dass wir einen zweiten Vater-Sohn-Alpencross fahren wollen. Außerdem hatte ich Bernhard, einem alten Freund aus der Bundeswehrzeit, die Tour so schmackhaft gemacht, dass er sich entschied uns zu begleiten.

Er und ich machten dann zuerst eine Tagestour in den Alpen und kurz darauf eine Drei-Tages-Tour: "Tegernsee-Zillertal-Tegernsee". Dabei bestätigte sich, dass sein Fitnesslevel etwas niedriger war. Aber, soviel sei schon verraten, auch er hat den Alpencross geschafft!

Den Rücktransport buchten wir dieses mal bei Mario Schmid in Nauders bikeshuttle.at. Die Übernachtungen reservierten wir wieder erst wenige Tage vor dem Start.

Alles weitere lest Ihr im Reisebericht 2015, Garmisch-Riva.

2016, leider kein Alpencross, aber Umstieg auf's eMTB

Bulls e-stream
Bulls e-stream

Schon im Frühjahr war klar, dass der Alpencross dieses Jahr ausfällt. Meine bisherigen Mitstreiter Michael und Bernhard hatten keine Zeit/Lust und alleine wollte ich nicht los.

So bummelte ich dann immer wieder mal durch die Ausstellungsräume unserer bike-Händler und machte dann den Fehler 😜 ein eMTB zu testen.

Was soll ich sagen, es blieb nicht bei dem Test, kurze Zeit später stand das Bulls in meiner Garage.

Ich stellte fest, dass man sich auch mit dem eMTB schinden kann, man ist dann halt nur schneller unterwegs. Und da spricht doch nichts dagegen, oder?

Mehr dazu findet Ihr unter dem Menüpunkt Bike-Historie

2017, eMTB-Alpencross: Tegernsee-Gardasee

Tegernsee-Gardasee
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Tegernsee-Gardasee

Seit dem Vorjahr war ich eMTBiker und Bernhard hatte dieses Jahr ebenfalls aufgerüstet (Specialized Turbo Levo). Es stand also der erste eMTB-Alpencross auf unserer todo-Liste.

Da gab's nur ein kleines Problem: mein Bulls-Akku war mit 650 Wh deutlich größer als der im Levo mit 460 Wh. Wir mussten also zuerst die Reichweiten/-höhen testen und fuhren dazu die Karwendelrunde (64 km, 1.680 hm). Danach war uns klar, dass das Levo nach ca. 1.000 hm, im worst case nach 1.200 hm an die Steckdose muss.

Ich hatte mir rechtzeitig ein weiteres Buch vom ULP-Verlag gekauft: "Tegernsee-Gardasee" und plante diese Strecke aus. Nachladen während der Mittagspause, wenn es nicht anders ging, zwei kürzere Ladestopps. Das sollte klappen!

Zuversichtlich, dass die Technik durchhält und wir wie geplant laden können/dürfen fuhren wir Ende Juli an den Tegernsee.

Alles weitere lest Ihr im Reisebericht 2017, Tegernsee-Riva.

2018, eMTB-Alpencross: Dolomiten

Dolomiten-Alpencross
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Dolomiten-Alpencross

Dieses Jahr musste ich mich entscheiden: den Alpencross ausfallen lassen oder alleine fahren. Ich entschied mich für's alleine fahren und plante eine etwas modifizierte Route Grainau-Riva.

Ich wollte in meiner zweiten Urlaubswoche im Juli starten, aber dann machte mir mein Arbeitgeber einen Strich durch die Rechnung. Ich musste den Start auf die letzte Urlaubswoche verschieben.
Ein Platz im bike-shuttle von ULP-Tours war auch diese Woche frei, aber die Wetterprognosen von Garmisch bis Nauders waren jetzt katastrophal: Unwetter und Starkregen. Na toll! 😭

Ich recherchierte das Wetter im Alpenraum und siehe da, für die Dolomiten war traumhaftes Wetter angekündigt. 😃

Gut, dass ich rechtzeitig ein weiteres Buch vom ULP-Verlag: "Dolomiten Alpencross" gekauft hatte, denn damit plante ich spontan um, buchte die Unterkünfte und startete kurz darauf nach Südtirol.

Alles weitere lest Ihr im Reisebericht 2018, Dolomiten.

2019, eMTB-Alpencross: Garmisch-Gardasee

Fliesser Platte
Fliesser Platte

Im Januar hatte ich bei unserem Händler das aktuelle Bulls e-stream probegefahren und nach kurzer Bedenkzeit bestellt. Der geplante Liefertermin war im Mai - für Juni hatte ich den nächsten Alpencross geplant. Das sollte sich ausgehen!

Ich hatte wieder die Strecke Garmisch-Gardasee im Sinn, wollte sie aber aufpeppen. Über einen bike-Guide des DAV erhielt ich die gps-Datei zum "Sonnseitn Zugtrail" im Vinschgau und das kam mir gelegen, weil ich damit Abschnitte des Radweges einsparen könnte.

Außerdem hatte ich mich über die Marvin-Route informiert und plante deshalb ab Lana auf die Marvin-Route zu wechseln.
Ich baute mir also die "Schmaus-Route"! 😎

Ob dann alles so geklappt hat wie geplant, lest Ihr im Reisebericht 2019, Garmisch-Riva.

2020, 2021, kein Alpencross - warum wohl?

Turbo Levo Comp
Specialized Turbo Levo Comp

Natürlich wäre trotz dieses doofen Virus sowohl in 2020 als auch in 2021 ein Alpencross machbar gewesen, aber ehrlich gesagt hatte ich unter diesen Bedingungen nicht wirklich Lust dazu.

Ich schnüffelte also wieder mal in den bike-Läden herum und machte dann im August 2020 das erste mal eine längere Probefahrt mit einem Specialized Turbo Levo.
Vom bike war ich begeistert, vom Preis entsetzt. Ein Barkauf kam nicht in Frage, daher wollte ich mir das Teil via "Jobrad" zulegen. Dann änderte sich aber die Situation und ohne Job kein Jobrad.

Es dauerte dann fast 14 Monate, bis ich trotz des hohen Preises, zugeschlagen habe.

Seit Oktober 2021 steht nun endlich ein Specialized Turbo Levo Comp im Keller 😎 und in 2022 muss sich das bike seine ersten Lorbeeren auf einem Alpencross verdienen.

Die ersten Erkenntnisse zum bike findet Ihr auch unter dem Menüpunkt Bike-Historie

Meine auf Youtube veröffentlichten Filme zu den Alpenüberquerungen 2015, 2017, 2018, 2019

Denen, die nicht über Youtube, sondern ausnahmsweise direkt über google auf meiner Seite gelandet sind, habe ich hier meine Filme verlinkt.

2015er Transalp: Garmisch-Gardasee
2017er Transalp: Tegernsee - Gardasee mit dem E-MTB

2018 (verkürzter) e-MTB Alpencross "Dolomiten"
2019er Transalp: Garmisch-Riva