Transalp für Einsteiger

Bulls e-stream EVO FS3

Bulls e-stream EVO FS 3

Im Vergleich zu Yamaha und Bosch
ein auf das allernötigste abgespeckte Display

13.07.2016
Bis ca. Mai 2016 hatte ich keinen Gedanken an ein E-MTB verschwendet. Ich war zwar nicht super fit, aber für ein E-MTB fühlte ich mich noch nicht alt genug (mit 52).
Durch eine junge Kollegin, die sich ein Haibike Xduro Nduro geholt hatte, fing ich an mich mit dem Thema zu beschäftigen und relativ schnell wurde mir klar, dass es viele positive Aspekte für ein E-MTB gibt.
Am meisten hat mich aber der Bosch Werbefilm "Uphill Flow II" beeindruckt, denn dadurch wurde mir bewusst, was bergauf alles möglich ist.

Ich klapperte also diverse bike-Läden im Raum Landshut ab und war extrem überrascht, dass bereits Mitte Mai das Angebot nicht mehr sonderlich groß war. Ich konnte ein Haibike XDuro AllMtn RC (mit Bosch-Motor, 500 Wh), ein Haibike SDuro AllMtn Plus (mit Yamaha-Motor, 400 Wh) und das Bulls EVO (mit Brose-Motor, 650 Wh) testen.
Mir war klar, dass sich mein Aktionsradius mit einem derartigen Gerät vergrößern würde d.h. dass meine Hausrunden statt 35-50 km u.U. auch mal 80 und mehr km betragen könnten.
Die 400 Wh im SDuro erschienen mir also zu wenig (obwohl mir natürlich keiner sagen konnte, wie weit man kommt),
das XDuro mit dem Bosch-Antrieb und den 500 Wh hätte mir technisch gesehen gepasst, aber es war in meiner Größe nur noch ein blau/oranges Modell verfügbar und das gefiel mir nicht sonderlich.

Bei einem Bulls-Händler in der Nähe konnte ich dann auch noch ein Bulls e-stream EVO FS in Rahmenhöhe 49cm testen und war vom ersten Moment an extrem begeistert.
Es war das letzte und Nachbestellen war nicht möglich. Also entweder kaufen oder bis 2017 warten.....hmmh..?

Ganz ehrlich, wenn man einmal ein passendes E-MTB getestet hat ist es schwer Nein zu sagen.
Daher steht seit Mitte Juli 2016 ein E-MTB in meinem Keller.

Das für mich wichtigste vorab: "ich bereue die Ausgabe nicht, das Teil macht irre Spass!"

Ich wollte immer ein bike mit fettem Federweg, das aber trotzdem gute Klettereigenschaften besitzt und mit den E-MTB ist genau das möglich!

Blaue Ergon-Griffe und rote Plattformpedale

Dann noch ein paar Infos:
In den Tests schneidet der Brose-Antrieb schlechter ab, als die anderen. Gut, aber mal ehrlich, wozu fährt man im Turbomodus 1000hm in 33 Minuten bergauf?
Seit dem letzten Update im Frühjahr 2017 hat auch der Brose 4 Stufen (80%/160%/240%320%) oder einfacher (25%, 50%, 75%, 100%) Unterstützung.
Ich fahre grundsätzlich mit Pulsgurt und starte auf Stufe 1. Nur wenn der Puls zu hoch wird (bei ca. 90% der max. Pulsfrequenz) schalte ich auf Stufe 2, in ganz wenigen Fällen auch auf Stufe 3.
Beruhigt sich der Puls, schalte ich auf Stufe 1 zurück.

Ausnahmen: Wenn ich mit normaler Kleidung z.B. zum Einkaufen oder in die Arbeit fahre, bin ich immer mit Stufe 2 oder 3 mit niedriger Trittfrequenz unterwegs. Das hat zwar nichts mit biken zu tun, muss es in diesem Fällen auch nicht - es soll nur verhindern, dass man verschwitzt am Ziel ankommt.

Natürlich keimte in mir relativ schnell die Frage auf: "kann man mit dem Ding auch einen Alpencross fahren?" und daher hab ich es 2017 das erste mal ausprobiert.
Das Ergebnis: "man kann" und das sogar sehr gut.

Update Mai 2018:

wie bereits auf der Startseite beschrieben, brachte ich mein Bulls zum Händler, weil immer häufiger, auch ohne Überhitzung, die Motorleistung gedrosselt wurde. BMZ hat sich nicht lumpen lassen und mir einen neuen Motor spendiert. Damit fährt sich das Ding noch besser.
Mein Entschluss steht fest: "Ich bleibe bei Bulls/Brose!!"