MTB-Transalp für Einsteiger

E-MTB-Alpencross: Tegernsee - Gardasee, Etappe 5

Gardasee

Dimaro –Ponte Arche, 63,51 km, 1158 hm

Etappe 5
Nach einem ausgiebigem Frühstück ging ich in die Tiefgarage um die hinteren Bremsbeläge zu wechseln. Zu meinem Erstaunen sah ich ein MTB mit einer auffallend gelben Ortlieb Satteltasche. Die war mir auch in der Tiefgarage im Hotel St. Pankraz aufgefallen und siehe da kurz darauf kamen zwei biker die tatsächlich die gleichen Hotels wie wir gebucht hatten. Während ich die Bremsbeläge wechselte, tauschten wir Erfahrungen über die bisher gefahrene Route sowie die nächsten Etappen aus und als die beiden Aufbrachen war ich mir ziemlich sicher, dass das nicht das letzte Treffen war.

Kurz darauf (09:20 Uhr) starteten wir, fuhren nur eine kurze Strecke auf Asphalt und fuhren dann in einer Rechtskehre nach links auf die MTB-Strecke nach Madonna di Campiglio. Die ca. 800hm hoch nach Madonna sind echt eine schöne Strecke. Wir fuhren wie immer in der kleinsten Stufe und wurden daher sowohl von einem durchtrainierten MTBiker als auch von diversen E-MTBikern überholt. An einer Weggabelung trafen wir dann die Gruppe Alpencrosser die wir von der Gampenalm kannten. Ein Gewichtsvergleich (durch Hochheben) eines Canondale scalpel (carbon) und meinem Bulls brachte uns alle zum Schmunzeln.

Da wir alle wussten, dass unser Weg zum Bärenpass eine lange Schiebepassage beinhaltet und die anderen den Weg von früher kannten rieten sie uns davon ab diesen Weg zu nehmen.

Wir planten also spontan um und entschieden uns nur bis zum Rifugio Cascata zu fahren und dann auf dem Radweg bis Ponte Arche. Nachdem wir Madonna erreicht hatten fragten wir in einem Sportgeschäft nach, ob der Weg, den wir geplant hatten, fahrbar ist, was glücklicherweise bestätigt wurde. Wir fuhren also von Madonna aus auf einer schmalen Teerstr. durch den Wald und folgten nach wenigen km einem Waldpfad runter zum Rifugio Cascata.

Dieses Lokal liegt direkt an einem 50m hohen dreistufigen Wasserfall. Wir suchten uns einen Platz auf der Terasse, genossen das Panorama und aßen eine Kleinigkeit, während der Specialized-Akku an der Steckdose hing. (12:20-13:05 Uhr)
Es dauerte keine halbe Stunde, da tauchten zwei bekannte Gesichter am Nachbartisch auf, die beiden aus unseren Hotel. Die hatten zwar bei der Auffahrt eine andere Route gewählt, wollten sich das „Cascata“ aber auch nicht entgehen lassen. Nachdem der Speci-Akku wieder etwas mehr Saft hatte, fuhren wir los. Erst ging es lange auf schönen Forststr. bergab und als wir dann den ersten kleinen Ort erreichten, fanden wir den Einstieg in eine schmale Teerstraße, die sich Kehre um Kehre im Wald den Hang hinab schraubte. Schließlich trafen wir auf einen Radweg dem wir lange bis Tione di Trento folgten. In Tione suchten wir uns eine kleine Eisdiele und genossen das erste Eis auf italienischen Boden (14:55-15:25 Uhr).

Kurz darauf fuhren wir weiter Richtung Ponte Arche. Ein kurzes Stück konnten wir auf einem Radweg an einem Fluss fahren, aber dann mussten wir auf der verkehrsreichen Verbindungsstr. weiterfahren. Es folgten zwei Tunnel, der erste recht kurz, der zweite dann aber ca. 2,8km lang.
WARNWESTENPFLICHT in Italien!

Da es aber leicht bergab ging war es kein Problem 35 km/h zu halten uns so rauschten wir ziemlich flott durch die Tunnel und erreichten kurz darauf um 16:35 Uhr unser Etappenziel Ponte Arche.

Das Zimmer hatte ich im Hotel Posta reserviert. Tiefgarage gab es keine, also versuchten wir der Empfangsdame zu erklären, dass wir unsere Räder nicht im Freien stehen lassen möchten. Die Lösung für unser Problem war der Lebensmittelkeller, der über eine enge steile Treppe erreichbar war. Das Zimmer war nicht besonders und wir hatten wieder mal keinen Balkon. Als Wäscheständer mussten alle erdenklichen Ecken, Kanten und Lampenschirme im Zimmer herhalten. Wir drehten eine kleine Runde durch den Ort, aßen in einer Pizzeria in der Nähe unseres Hotels und ließen den Tag in einer Bar neben unserem Hotel ausklingen.