MTB-Transalp für Einsteiger

E-MTB-Alpencross: Tegernsee - Gardasee, Etappe 4

Gardasee

St. Pankraz – Dimaro, 62,81 km, 1905 hm

Etappe 4
Der ursprüngliche Plan für den vierten Tag war die Überquerung des Rabbijochs. Da wir aber wussten, dass das nur mit Schieben und Tragen möglich ist und wir diese Erfahrung bereits am Pfitscher Joch gemacht hatten, entschieden wir uns für Plan B, nämlich über die Gampenalm ins Val di Non zu fahren.

Wir starteten also um 09:05 Uhr in St. Pankraz, fuhren der Fahrstr. entlang tiefer ins Ultental bis nach einigen km die Verbindungsstraße nach links ins Val di Non abzweigt. Dieser wenig befahrenen Straße folgten wir steil bergauf. Nach wenigen km zweigte rechts ein Forstweg ab, der dann in einen Wiesenweg überging. Hinter einem Bauernhof ging der Wiesenweg weiter und dann am Waldrand wurden wir Opfer der ungenauen gps-Daten.
Ich VERMUTE, dass wir dem Wiesenweg ca. 50 m weiter folgen hätten müssen und wären dann vermutlich auf den gesuchten Wanderweg gestoßen.

Leider sind wir aber vorher rechts in den Wald und da der Weg im Nirwana endete, schoben wir unsere bikes durch kniehohes Gestrüpp, Farne etc. steil im Wald bergauf auf der Suche nach dem richtigen Weg. Als wir endlich den Weg gefunden hatten, wich das Entsetzen nicht, denn der Weg war so steil und von rutschigen Wurzeln durchzogen, dass Fahren auch mit den E-MTB bei 100% Unterstützung nicht möglich war. Mit Puls auf Anschlag trafen wir nach ein paar hundert echt harten Metern auf diesem Waldpfad auf eine gut fahrbare Forststr. die uns dann ohne weiteren Stress zur Gampenalm (nicht mit dem Gampenpass verwechseln) führte. Da wir ca. 1100 hm hinter uns hatten, war laden angesagt(Bulls: 50%).
Wir durften die einzige Steckdose auf der Rückseite der Alm nutzen und versüßten uns die Wartezeit
(11:50-13:50 Uhr) mit einer großen Portion Kaiserschmarrn.

Gampenalm
Der Weg zur Laureinalm hatte es in sich..
Mit über 90% Akku starteten wir und fuhren auf schmalen Wanderwegen weiter. Flowige Passagen wechselten sich mit Schiebestrecken ab und als wir den höchsten Punkt erreicht hatten, stellten wir fest, dass wir auch bergab die eine oder andere Passage schieben mussten, weil der Pfad zu steil und zu ausgewaschen war. Nach geraumer Zeit trafen wir auf eine sehr schöne Schotterstraße und dachten wir könnten endlich km machen, da der Weg nach Dimaro noch recht weit war. Aber weit gefehlt, nach nicht mal einem km zweigt der Weg nach rechts ab, man fährt wenige hundert Meter bergab und schon ist wieder Schieben angesagt.
Wir wuchteten also unsere schweren E-MTB den Waldpfad hoch und konnten dann aber etliche der folgenden von Wurzeln durchzogenen Passagen bergauf fahren, die mit einem MTB sicher nicht möglich wären. Über Forststraßen die den Bremsen wieder alles abverlangten rauschten wir ca. 400hm runter und trafen auf die Passstr. zum Brezner Joch und auf eine Gruppe Alpencrosser, die wir auch auf der Gampenalm getroffen hatten. Über verkehrsarme Nebenstr. ging es dann weiter bergab bis Cagno von wo aus man einen herrlichen Blick auf den Stausee bei Cles hat. Man fährt auf der verkehrsreichen Verbindungsstr. ins Val die Sole kurz bergab, überquert eine Brücke und folgt dann stetig der Radroute am Fluss Noce entlang bis Dimaro. Ankunft: 17:40 Uhr

In Dimaro hatte ich ein Zimmer in der Frühstückspension „Sottobosco“ reserviert und das war ein Volltreffer. Die E-MTB konnten wir in einem separaten Raum in der Tiefgarage abstellen, wir hatten ein schönes Zimmer und einen Balkon mit einem kleinen Wäscheständer.
Alles was das biker-Herz begehrt.