MTB-Transalp für Einsteiger

E-MTB-Alpencross: Tegernsee - Gardasee, Etappe 2

Gardasee

Mayrhofen – Sterzing, 67,86 km, 2028 hm

Etappe 2

Am zweiten Tag starteten wir (08:45 Uhr) nach einem sehr guten Frühstück mit vollen Akkus zur Überquerung des Alpenhauptkammes.  Leider gibt es keine Alternative, also muss man von Mayrhofen bis Ginzling auf der Hauptstr. fahren.
Auf diesen 10 km sind einige doch recht steile Abschnitte dabei und wir fahren froh mit einem E-MTB unterwegs zu sein.
Der Weg führt auch durch einige Tunnel, die glücklicherweise eine separate Radspur haben.
Tipp: diese Etappe nicht am WE fahren!

Hat man endlich Ginzling erreicht, fährt man auf kleinen Nebenstraßen und Schotterwegen weiter bis man kurz vor dem Gasthof Breitlahner wieder auf die Fahrstr. trifft.
Achtung: da an dieser Stelle der Übergang vom Weidegelände zur Fahrstr. erfolgt, ist ein Weidedraht gespannt der extrem schwer erkennbar ist.
Mein Kumpel fuhr vor mir, erkannte den Draht zu spät und stürzte – das hätte auch das Ende der Tour sein können, aber er hatte Glück und kam mit Schürfwunden an Armen und Beinen davon.

Wir fuhren das kurze Stück zum Breitlahner, machten eine Kaffeepause (10:30-11:20 Uhr) und spendierten den Akkus eine Ladung Strom. (Bulls: 60% => 80%). Kurz nach dem Gasthof ist die Mautstelle. Unmittelbar vor der Mautstelle zweigt aber der Weg für MTB nach rechts ab und zieht sich auf Schotter über einige Kehren den Berg hoch. In einer Rechtskehre geht es dann geradeaus weiter auf einen Singletrail. Diesem folgt man, bis man wieder auf die Fahrstr. trifft.

Schlegeisspeicher
Der Schlegeisspeicher
Kurz danach sieht man bereits in der Ferne die hohe Staumauer.
Man fährt stets darauf zu und nach einigen Kehren und einem Tunnel hat man den Schlegeisspeicher erreicht.
Wir hielten uns nicht wie viele andere Touristen an der Staumauer auf, sondern fuhren nach rechts zur Dominikushütte.
Mein Bulls hatte genügend Restakku, aber das Specialized musste zur Sicherheit wieder an die Steckdose.
Wir machten also wieder eine Pause (12:20-13:45 Uhr), gönnten uns eine kleine Brotzeit und luden beide Akkus. (Bulls: 60% => 90%)

Nach der Dominikushütte geht es noch kurz am See entlang und dann wird’s interessant. Es folgen 450 hm auf recht steinigen Wegen, flachen, aber auch steilen Felsstufen/-treppen. Mit 100% Unterstützung konnten wir sehr viele Passagen fahren auf denen andere biker die Räder bereits schieben oder tragen mussten.
An den steilsten Felstreppen war aber dann auch für uns Schluss. Ein E-MTB mit 24 kg zusätzlich zu einem 9kg Rucksack zu schultern und den Berg hoch zu tragen war eine ganz besondere Erfahrung für mich und wurde mit beidseitigem Oberschenkelkrampf belohnt.
(ich hatte aber auch zu wenig getrunken und bis dahin kein Carbo-Gel zu mir genommen)
Hat man nach den letzten Stufen die Lavitzalm erreicht, beginnt ein stellenweise recht grober Schotterweg, der sich bis hoch zum Pfitscherjoch auf 2276m zieht. Da mehr und mehr Wolken aufkamen und es auch recht frisch war, fuhren wir ohne Rast sofort weiter. Die erste Belastungsprobe für die Scheibenbremsen, denn auf dem Schotterweg überwindet man relativ zügig ca. 750hm runter ins Pfitschtal.

Pfitschtal
Blick zurück Richtung PfitscherJoch

Dann ging es abwechselnd auf Wiesenwegen, Forstwegen, Nebenstraßen und Trails runter nach Sterzing dem Ziel der zweiten Etappe. (Restakku im Bulls: 60%), Ankunft: 17:00 Uhr.
Unser Zimmer hatte ich im Hotel Maibad gebucht. Unsere E-MTB konnten wir in der Doppelgarage der Besitzer abstellen und laden. Das Hotel ist ganz nett, aber wir hatten ein Zimmer ohne Balkon und das geht für einen biker gar nicht.
Zum Essen gingen wir in die Fußgängerzone nach Sterzing ins „Ristorante Pizzeria Kolping“, das in einem ruhigen Innenhof ca. 100m nach dem Stadtturm liegt. Mit Salat vom Buffet, Pizza und Rotwein ließen wir den ersten Abend in Italien bei tollem Sommerwetter ausklingen.