Transalp für Einsteiger

Karwendelrunde mit dem E-MTB

Karwendelrunde mit dem E-MTB

17.06.17 Irgendwie haben wir zum Start einer Tour immer schlechtes Wetter. Bereits auf der Autobahn Richtung Garmisch wird der Himmel immer dunkler und es beginnt zu schütten. Als wir dann endlich am Parkplatz in Scharnitz ankommen, läßt der Regen nach und wir ziehen uns um. Keine 5 Minuten später beginnt es wieder heftig zu regnen, also gehen wir erstmal in ein Café, trinken einen Capo und warten... Kurz nach 11 Uhr starten wir dann doch in voller Regenbekleidung. Der Weg zieht sich ohne fiese Rampen durch das schöne Karwendeltal hinauf. Am Talschluss sind dann noch ein paar Serpentinen zu überwinden und dann sieht man schon das Karwendelhaus in greifbarer Nähe. Am Himmel gibt es den einen oder anderen blauen Fleck, aber es ist recht kühl und daher ignorieren wir die schöne Terrasse, und marschieren mit unseren Akkus schnurstracks in das Karwendelhaus.

Wir hatten vorher bereits recherchiert, dass man die Akkus hier laden kann, aber womit wir nicht rechneten ist eine 5-fach-Steckdose, bei der glücklicherweise noch 2 Steckdosen frei waren. Wie das bei schönem Wetter funktionieren soll, weiß ich nicht. Fakt ist, dass wir durch diese Erfahrung einen Doppelstecker auf die Alpencross-Packliste gesetzt haben. Natürlich hätte ich meinen Akku noch nicht laden müssen (60% Restakku), aber sicher ist sicher. Wir haben uns also im Karwendelhaus aufgewärmt, gemütlich gegessen und einen Kaffee getrunken und sind dann mit fast 100% Akkuladung wieder los.

Nach dem Karwendelhaus geht's erst noch leicht bergauf, dann auf einer Schotterstr. bergab. Nach wenigen hundert Metern zweigte aber unsere Route, die wir uns über gpsies.com geladen hatten, nach links auf den Wanderweg ab. Der Weg war anfangs durchaus anspruchsvoll und leider hatte ich auch recht schnell einen Platten. Da mir das regelmäßig passiert, war die Panne recht schnell behoben (Ersatzschlauch), also ging es kurz danach auf dem mittlerweile deutlich besseren Wanderweg weiter. Das letzte Stück auf Forstwegen runter ins Risstal ließen wir unseren E-MTB freien lauf. Dann folgten wir der Fahrstr. talauswärts bis kurz nach Hinterriss und dann auf Forstwegen wieder hoch auf 1450m. Zwischendurch überquert man einen Bach, der in unserem Fall aufgrund des vielen Regens etwas angeschwollen war.

Vom höchsten Punkt aus geht es auf Forstwegen runter bis kurz vor Mittenwald. Der Weg geht dann in einen flowigen Singletrail über, man durchquert Mittenwald, fährt an der Leutaschklamm vorbei und dann auf schmalen Wegen an der Isar entlang zurück nach Scharnitz. Da ich einen schlechten Tag hatte, bin das ganze restliche Stück mit Stufe 2 gefahren. In Scharnitz angekommen, hatte ich immer noch 60% Akku.

Die offiziellen Tourdaten:
64 km und 1680 hm (mein Garmin Oregon lag fast 200hm drüber)

Fazit:
Es ist in den Alpen deutlich mehr drin, als ich erwartet hatte. Ein erster Stop mit Nachladen des Akkus, kann auch erst nach 1.000-1.200 hm erfolgen.
Mein E-MTB mit günstigen Schwalbe NobbyNic Reifen und Schwalbe Schläuchen auszustatten war ein Fehler. Nicht nur, dass ich den Platten hatte, als ich wieder zuhause war, merkte ich, dass Vorder- und Hinterreifen seitlich so stark verletzt waren, dass ich beide ersetzen musste.
26.07.17:
Ich hab vor dem E-MTB-Alpencross den 2.4" Trial King von Continental vorne und hinten aufgezogen und auch etwas stabilere Continental Schläuche verwendet.
Die 6 Tage Alpencross + 2 Tage biken am Gardasee hat diese Paarung ohne Blessuren überstanden!
Eine gute Wahl!!