MTB-Transalp für Einsteiger

MTB-Alpencross: Garmisch - Gardasee, Vorgeschichte

Gardasee

Alpencross mit dem MTB: Garmisch - Gardasee

Eine Transalp für Einsteiger, 5 Tage, 390km, max. 7.500hm,
höchster Punkt: 2.050m, keine Tragepassagen

Ich hatte viel recherchiert, Bücher und Internet, aber entweder waren die Strecken zu lasch, oder aber mit mehr als 10.000 hm zu anspruchsvoll. Irgendwann bin ich dann auf das in der rechten Seitenleiste verlinkte Buch "Garmisch - Gardasee" vom ULP-bike-Verlag gestoßen. Die Basisroute dieser Transalp war mir zwar zu langweilig, aber perfekt für eine Notstrategie. Durch die beschriebenen Varianten konnte ich mir eine „gehobene“ Einsteigertour basteln und das fand ich auf Anhieb ideal.

Ausrüstung:

Anhand der Hinweise im Buch musste auch noch diverses Zubehör, sowie Ersatzteile und Radbekleidung her.
In der rechten Seitenleiste sind einige Beispiele für unser Equipment aufgeführt.
Nicht zu unterschätzen und deshalb besonders erwähnt, sind Carbo-Gels.  Ohne die Xenofit-Gels hätte ich an dem einen oder anderen Anstieg sicher kapituliert.  Zudem hatte ich nie Magenprobleme - ich kann die Marke absolut empfehlen.
Unentbehrlich für einen Alpencross ist natürlich ein entsprechender Rucksack.  Ich habe mich für den Deuter Transalpine 30 entschieden und bin sehr, sehr zufrieden.

Außerdem war klar, dass ich nicht über Karten navigieren wollte, also habe ich mir das Garmin Oregon 600 bestellt. Es ist m.E. kein typisches bike-Navi, denn es ist relativ schwer. Dafür hat es aber den Vorteil, dass man auch normale Mignon-Batterien einsetzen kann, falls der Akku schlapp macht (ist mir 2015 tatsächlich auch passiert)

Falls das Navi mal dauerhaft ausfällt, sollte man zur Sicherheit die gps-Daten der Tour auch auf dem Handy dabei haben. Dazu eignen sich m.E. am besten Apps mit offline-Karten wie etwa Maps3D, komoot etc. Um das Handy am Lenker befestigen zu können gibt es tausend Möglichkeiten. Ich habe mir den Quadlock-Halter (siehe Seitenleiste) gekauft. Nicht ganz billig, aber sehr empfehlenswert.

Wie bereits erwähnt hatte ich mir für die 2015er Tour eine Gopro gekauft (Hero 4 silver). Ich hatte die Kamera fast nur am Brustgurt (Upside down) und leider relativ oft zu tief eingestellt. Viele der Aufnahmen waren unbrauchbar bzw. suboptimal aber trotzdem sind die Erinnerungen durch einen Film viel intensiver als durch Fotos.

Alpencross-Training:

Das Training für die Premiere 2014 war recht überschaubar:
-nicht mehr als 1x die Woche meine Hausrunden oder Touren im Landkreis
(selten mehr als 50 km / 600 hm)
-eine Tagestour am Tegernsee / Spitzingsee mit ca. 1.000 hm
-an Pfingsten der Test am Tremalzo, den ich aber nach 1600 hm abgebrochen habe.
Die Vorbereitung 2015 war dann ähnlich überschaubar:
-ein Technik-Training am Vatertag im Bikepark am Geißkopf,
-eine Tagestour um den Rauschberg
-eine Drei-Tages-Tour "Tegernsee-Kramsach-Alpbach-Kramsach-Tegernsee".

Um meinen Rücken an die Belastung zu gewöhnen, machte ich meine Hausrunden immer  mit vollem Rucksack z.T. sogar mit Zusatzgewichten (volle PET-Flaschen).

Guided Tour oder auf eigene Faust:

Natürlich hatte ich mir 2014 über etliche Wochen auch Gedanken gemacht, ob ich eine geführte Tour buchen sollte, aber folgende Punkte sprachen für mich dagegen:
-da ich mich nicht besonders fit einstufte, wollte ich nicht der Bremser der Truppe sein
-ich hätte auch bei schlechtem Wetter starten müssen
-die Kosten wären deutlich höher gewesen

Unsere Entscheidung war goldrichtig,
denn wir konnten unser Tempo selbst bestimmen, konnten den geplanten Start um drei Tage nach hinten schieben und haben vergleichsweise wenig bezahlt:
2014 mit 4 Übernachtungen, alles in allem, ca. 350 € p.P.
2015 mit 6 Übernachtungen, sowie dem Rücktransport, alles in allem, ca. 475,- € p.P.

Zimmerreservierung:

Die Zimmer reservierten wir erst kurz vor dem Start. Uns war klar, dass wir für jeweils eine Nacht, keine tollen Hotels buchen müssen, außerdem hatten wir gelesen, dass Privatvermieter und kleine Pensionen die Radklamotten waschen. Dem war dann auch so und das ist m.E. mehr wert als jeder Stern!

Rückfahrt:

Da ich mir 2014 nicht sicher war, ob ich den Alpencross schaffe, schied ein gebuchter Rücktransport durch ein Busunternehmen aus. Wir organisierten die Rückfahrt also mit eigenem Auto und incl. einem Kurzurlaub meiner Frau.

2015 buchten wir dann den Rücktransport bei Mario Schmid in Nauders (http://www.bikeshuttle.at) aber auch der Rückshuttle mit ULP-Tours den wir 2017 buchten (http://www.ulptours.de)ist uneingeschränkt zu empfehlen.