MTB-Transalp für Einsteiger

MTB-Alpencross: Garmisch - Gardasee, Etappe 5

Gardasee

Cles - Riva 84,34 km/1.204 hm

2014 starteten wir in Cles bei tollem Wetter, das bis Riva anhielt. 2015 starteten wir im strömenden Regen, der ebenfalls bis Riva anhielt.
Das war auch der Grund warum wir 2015 nicht die bis ins Detail recherchierte Variante über den "Brenta Trek" fuhren, sondern leider wie 2014 auf der Landstrasse nach Sporminore fuhren. Von dort ging es erst flach, dann mit ziemlichen Anstiegen gespickt bis nach Andalo einem Ausflugszentrum der Italiener (nicht wundern, wenn plötzlich mehr und mehr Wanderer auftauchen).

Kurz nach Andalo fuhren wir erst kurz auf Teer, dann über Trails bergab zum Lago di Molveno. Da seit der letzten Pizza bestimmt 16 Stunden vergangen waren, luden wir die Kohlehydratspeicher in der „Pizzeria Pizzico“ wieder auf.
Anschließend ging es auf Forstwegen am rechten Seeufer entlang, dann etwas bergab und dann wieder stetig bergauf, bis zu einer tollen Panoramastr. die herrliche Ausblicke bot. Von dort ging es über Ranzo ca. 650 hm runter bis zum Lago di Toblino. 2015 hatten sich bereits kurz vor Molveno die Beläge der hinteren Scheibenbremse verabschiedet, also musste ich die Abfahrt und den restlichen Weg bis Riva mit der Vorderbremse auskommen, was echt kein Spass war.

Hierzu eine kurze Erklärung:
2014 hatte ich für für meine Formula Scheibenbremse Ersatzbeläge dabei, die ich aber nicht benötigte. Auch die Beläge der Avid-Bremsen auf dem Canyon Nerve meines Sohnes hielten problemlos durch.
Dieser Umstand und die Tatsache, dass mein Canyon Nerve 2015 nur wenige km runter hatte, veranlasste mich zu glauben, dass die Shimano-Beläge ebenfalls herhalten - das war ein FEHLER => Bitte nehmt Ersatzbeläge mit!!

Lago in Wolken
Am Ziel 2014

Am See entlang fuhren wir über erst über Holzstege, dann über Radwege an der Sarche bis wir das Geröllfeld „Marocche“ erreichten.
Der Radweg durch dieses “Eiszeitliche Überbleibsel“ wäre perfekt gewesen, hätte es nicht geschüttet und wäre nicht auch noch eine Reifenpanne hinzugekommen.
Mit neuem Schlauch ging es stetig dem Radweg folgend über Dro und Arco weiter Richtung Torbole.
Als wir 2014 in Torbole am Gardasee ankamen, empfing uns der See mit dunklen Wolken und einem kalten, starken Wind.
Wir fuhren weiter nach Riva, wo uns unsere Fahrerin bereits erwartete, tranken einen heißen Cappuccino um uns aufzuwärmen, verstauten anschließend unsere Sachen und ließen uns nach Hause fahren.
Da schindet man sich 5 Tage und dann das!
(war aber leider nichts anders machbar)

2015 fuhren wir, nass bis auf die Haut, von Torbole aus zu unserem Hotel im Norden von Riva. In unserem Dreibettzimmer nutzen wir jede noch so kleine Möglichkeit aus, unsere triefenden Klamotten aufzuhängen.

Aufgrund des kühlen Wetters war aber an Trocknen nicht zu denken, also musste der hoteleigene Föhn einiges leisten.

Den Abend verbrachten wir dann bei Wolkenbrüchen und kühlen Temperaturen in einer Touri-Pizzeria an der Verbindungsstr. Riva-Torbole.
Aufgrund dieses (Sch..)Wetters fehlte uns aber irgendwie der Impuls den zweiten Alpencross gebührend zu feiern.
Evtl. waren wir aber auch nur zu kaputt - schade eigentlich!