MTB-Transalp für Einsteiger

MTB-Alpencross: Garmisch - Gardasee, Etappe 3

Gardasee

Nauders-Meran 103,82 km/1.070 hm


In beiden Jahren entschieden wir uns für die Variante Plamort. 2014 folgten wir der beschriebenen Route bergauf, die irgendwann nach rechts in den Wald abzweigt und in eine Schiebestrecke übergeht.

Nach einigen hundert Metern trafen wir wieder auf einer Forststr. und folgten dieser weiter bergauf. Kurz vor dem höchsten Punkt trafen wir auf Streckenposten die uns erklärten, dass hier ein Rennen der „European Enduro Series“ stattfindet und wir deshalb unsere bikes neben dem Weg zu den Panzersperren schieben müssen.

Da wir die Panzersperren auf 2050m unbedingt sehen wollten, haben wir das grummelnd akzeptiert. An den Panzersperren angekommen, machten wir die obligatorischen Fotos und fuhren ein Stück weiter hoch zum Aussichtspunkt mit Blick auf den Reschensee.

Plamorter Boden
Plamorter Boden (2.050m)
Anschließend fuhren wir zurück zu den Streckenposten. Die teilten uns dann mit, dass es einen Teilnehmer dermaßen zerlegt hat, dass das Rennen gestoppt ist und wir daher auf der Wettbewerbsstrecke abfahren konnten. Das war aber alles andere als witzig und obwohl diese Abfahrt im Buch mit „..sehr gute Bikebeherrschung und fortgeschrittene Fahrtechnik..“ kommentiert ist, würde ich jedem „Nicht-Downhiller“ davon abraten.

2015 hatten wir uns deshalb entsprechend informiert und fuhren immer dem Forstweg folgend bis zur Stieralm. Dann an dieser rechts vorbei, kurz bergab über einen kleinen Bach bis zum Wegweiser der rechts in den „Plamort-Trail“ weist.

Der Trail von dort bis zu den Panzersperren und dann weiter bis dahin wo 2014 die Streckenposten standen ist genial und vermutlich der schönste Abschnitt dieser Transalp. Von dort fuhren fuhren wir dann links hoch zum Aussichtspunkt
Ausblick auf den Reschensee
Ausblick auf den Reschensee
mit Blick auf den Reschensee und dann über Forstwege runter bis nach Graun zum bekannten Kirchturm im See.

Am See entlang fuhren wir auf dem "Radweg Reschen-Meran" und folgten diesem 2014 auf der Basisroute bis Prad.

Diese Strecke verläuft gefühlt endlos bergab und war echt schön zu fahren. Allerdings war es Sonntag und daher war viel los.
2015 fuhren wir am Ende des Reschensees nach links über eine „Loipe“ weiter bergauf. Am höchsten Punkt angekommen, ging es auf einer Nebenstrasse steil bergab Richtung Mals. Kurz vor Mals folgten wir dann intuitiv einem Trail der links in den Wald führte und sich als Waalweg herausstellte. Wir hätten diesem Weg weiter folgen können, allerdings wiesen uns Wanderer darauf hin, das biker auf diesen Waalwegen nicht gerne gesehen sind. Deshalb verließen wir oberhalb von Mals den Weg und trafen nach kurzer, steiler Abfahrt nach Mals auf die Bundesstr. nach Meran. Dem Verkehr wollten wir uns natürlich nicht aussetzen, also fuhren wir zurück auf die Basisroute nach Prad (kleiner Umweg) und machten dort die erste Pause des Tages.

Radweg Reschen-Meran
Radweg Reschen-Meran
Von Prad aus führte der Weg immer auf Radwegen durch endlose Apfelplantagen und etliche Südtiroler Orte bis nach Töll und Algund oberhalb Meran. Die letzten 300 hm runter nach Meran ging es dann ziemlich flott über einige Serpentinen auf dem Radweg bergab. Wir durchquerten Meran und erreichten 2014 am Ortsende unser Quartier, den „Hecherhof“ eine absolut empfehlenswerte Adresse. Unsere Radklamotten wurden gewaschen und am Balkon getrocknet.
Die sehr nette Besitzerin hat uns dann auch noch eine geniale Pizzeria „Tanner“ empfohlen, die nach Aussage einer Familie die mit uns am Tisch saß, die beste im Meraner Land ist.

2015 war im Hecherhof leider kein Zimmer frei, also fuhren wir weiter bis zum „Guesthouse Maya“ in Sinnich, das ich niemand empfehlen würde. Das Haus liegt an der Bundesstr. nach Bozen und ist daher sehr, sehr laut. Da es sich aber gleichzeitig um eine Pizzeria handelte, konnten wir uns wenigstens bei einem guten Essen und der zugehörigen Portion Rotwein die nötige Bettschwere holen.