MTB-Transalp für Einsteiger

MTB-Alpencross: Garmisch - Gardasee, Etappe 2

Gardasee

Tarrenz-Nauders(2014),
Landeck-Nauders(2015) - 61,28 km/1.321 hm

2014 fuhren wir im Regen in Tarrenz los, kurz nach Imst auf dem Radweg Richtung Landeck ließ der Regen dann aber nach. Als wir in Landeck ankamen, waren wir wieder trocken und bereits gut warmgefahren als der erste, kurze steile Anstieg zum Schloss Landeck auf uns wartete.

2015 war unser Quartier nur 500m vom Anstieg entfernt. Vom Schloss aus ging es einen ebenfalls sehr steilen asphaltierten Weg weiter bergauf, der aber glücklicherweise nach einiger Zeit flacher wurde und in einen Forstweg überging. Dort stand dann 2014 ein Schild:
„Weg gesperrt - Baumfällarbeiten“.

Da wir nicht den ganzen Weg zurückfahren wollten entschieden wir uns das Schild zu ignorieren.
Nach etlichen Höhenmetern war dann aber Schluss, die Strasse war abgesperrt und man hörte bereits die Motorsägen.
Hier machte sich das Garmin Oregon bezahlt, denn wir sahen, dass ca. 200m weiter unten ein Wanderweg abzweigte.
Auf diesem Weg trugen wir unsere MTB bergauf und trafen nach wenigen Minuten wieder auf den Forstweg.

Kurz danach begann der bereits von vielen Fotos bekannte Karrenweg
„Via Caudia“
Zum höchsten Punkt mussten wir die Räder nochmal schieben, aber dann begann ein flowiger, wunderschöner Trail bis Fließ.
Nach der Ortschaft ging es kurz auf Asphalt bergab, dann wieder nach links in einen Wiesentrail mit tollen Ausblicken auf den Inn.

Kaunergrat Trail
Kaunergrat Trail
Der Trail endete an der Bundestraßse 180. Diese überquerten wir und fuhren gemütlich am Inn weiter bis Prutz wo wir 2014 im Gasthof „Gemse“ Pause machten.
2015 waren wir ja später gestartet, also machten wir nur beim Hofer (Aldi) in Prutz Pause und fuhren dann weiter bis Pfunds um dort im Gasthof „Hirschen“ zu rasten

Über schöne Radwege ging es entspannt weiter bis zur Kajetansbrücke und ab da auf dem unangenehmsten Stück der Etappe d.h. auf der Bundestrasse stetig bergauf bis zum Abzweig nach Samnaun.
Von dort fuhren wir auf Asphalt bergab weiter bis Martina an die Schweizer Grenze. Obwohl wir 2014 schon ziemlich kaputt waren entschieden wir uns nicht über Asphalt zur Norbertshöhe zu fahren, sondern fuhren auf schönen Radwegen weiter ins Engadin.

In Sclamischot überquerten wir den Inn und fuhren auf Forstwegen mittlerer Steigung auf ca. 1550 m.
Von dort fuhren wir auf breiten Forstwegen ab zur Norbertshöhe und dann über den im Buch beschriebenen Wiesentrail runter und dann wieder etwas hoch nach Nauders (1360 m).
2015 hatten wir noch deutlich mehr Reserven, entschieden uns für den Weg über den Schwarzen See und wurden dafür belohnt.
Da es sich scheinbar um ein Hochmoor handelt, führt der Weg im oberen Teil auf Holzstegen, manchmal aber auch unfahrbar über Wurzelteppiche.
Am Ende der Auffahrt saßen wir dann ganz allein, wenn man die Entenfamilie ignoriert, am Schwarzen See (1.730m) und waren froh diesen Weg genommen zu haben.

Ortseingang Nauders
Ortseingang Nauders

Nach einer kurzen Pause fuhren wir über Forstwege und tolle Trails bergab und trafen kurz oberhalb Nauders auf die Bundesstrasse Richtung Reschen. Wir überquerten diese und rollten gemächlich am Schloss Nauders vorbei ins Ortszentrum.
2014 übernachteten wir bei einer Privatvermieterin „Haus Berta Stecher“ (auch hier wurden unsere Klamotten gewaschen).
2015 übernachteten wir im „Gästehaus Amontanara“, das Mario Schmid, dem Inhaber von bikeshuttle.at gehört.
Das Zimmer war SUPER das Frühstück war mehr als reichhaltig und daher ist diese Adresse absolut empfehlenswert.

In beiden Jahren gingen wir zum Abendessen zum "Stadlwirt," ein Muss in Nauders. Dort gibt es Schnitzel in allen Variationen u.a. wird Österreichs größtes Schnitzel serviert.
Ich denke, der Preis lag bei ca. 17,50 €, aber da wir es zu zweit aßen und trotzdem richtig satt waren, sollte man sich das echt gönnen.
Mit diesem leckeren Abendessen ließen wir den 2. Tag ausklingen.